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Mai 2018 - PIPS® - Wurzelkanalbehandlung mit laseraktivierter Spülung

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Der Zahnerhalt ist und war schon immer einer unserer Schwerpunkte in der Praxis. Im heutigen Blogeintrag soll es mal wieder um das Thema Wurzelkanalbehandlungen gehen. Genauer gesagt um den Einsatz eines Laser bei der Wurzelkanalbehandlung.

PIPS® - photoneninduzierte photoakustische Spülmethode

Der Einsatz des Lasers ist aus der Zahnmedizin nicht mehr wegzudenken. Das Behandlungsspektrum ist durch den Einsatz von Lasern mit verschiedenen Wellenlängen stetig gewachsen. In der Vergangenheit wurden im Bereich der Endodontie bereits Laser eingesetzt, um das Kanalsystem von Bakterien zu befreien. Flexible Fasern werden dabei in die oftmals gekrümmten Kanäle eingebracht und Energie zugeführt. Die Gefahr von Schäden durch zu hohe Temperaturen ist gegeben und die Einbringung der Fasern bis zur Wurzelspitze ist aufgrund der Anatomie nicht immer möglich.

Prof. Giovanni Olivi aus Rom hat 2011 das revolutionäre PIPS® Verfahren zusammen mit Dr. Enrico De Vito erfunden. Dabei wird die Spitze des Lasers, der Lasertip, lediglich in die Spüllösung im Bereich der Nervkammer gehalten. Die gepulste Laserstrahlung erhitzt die Spüllösungen, in der Regel Natriumhypochlorid, EDTA oder Zitronensäure, und es entstehen Gasblasen, die implodieren. Während des Vorgangs kommt es zu starken Reinigungseffekten im Wurzelkanalsystem. Neuere Studien zeigen, dass die Wirkung von PIPS® dem Einsatz von Schall und Ultraschall (PUI) überlegen ist.
Besonders bei schwer zugänglichen Bereichen im Kanalsystem, die nicht durch Instrumente erreichbar sind und bei Revisionsbehandlungen, spielt der Laser seine Vorteile aus. Feinste Strukturen zwischen Kanälen wie z.B. bei oberen und unteren Backenzähnen (Molaren) werden auf diese Weise gereinigt. Die Spüllösungen können durch den Lasereinsatz tiefer in die Dentintubuli eindringen, um eine noch bessere Desinfektion zu erreichen.

Neben dem Laser setzen wir ein Operationsmikroskop ein, um so wenig Substanz wie möglich beim Zugang entfernen zu müssen und alle Kanaleingänge aufzufinden.

Vorteile des Lasers

Das Verfahren hat viele Vorteile für Sie als Patient und für uns als Behandler:

  • Verkürzte Behandlungsdauer

    • Eine bessere Desinfektion im Inneren des Zahnes wird in kürzer Zeit durch PIPS® im Vergleich zu anderen Methoden erreicht. Die Behandlungszeit reduziert sich für Sie.

  • Bessere Langzeitprognose für den Zahn

    • Mit einer besseren Reinigungswirkung geht eine bessere Prognose für den Zahn einher.

  • Einfaches Verfahren

    • Die Einfachheit und der Erfolg des Verfahrens überzeugen! Der Laser ermöglicht bessere Ergebnisse im täglichen Einsatz in unserer Zahnarztpraxis.

Der nächste Schritt: SWEEPS

Die Weiterentwicklung von PIPS® steht schon mit SWEEPS™ in den Startlöchern. Durch eine Änderung des Lasertips und Pulserzeugung, ASP (Adaptive Structured Pulse), kommt es zu einer weiteren Verbesserung der Reinigungswirkung. Sobald valide Studien vorliegen werden wir auf SWEEPS™ umsteigen.

Spannende Videos zum Thema PIPS® und SWEEPS™ finden Sie z.B. auf YouTube.

Foto: James Pond on Unsplash
Quellen:
Dentalmagazin
ZWP

März 2016 - Root Canal Awareness Week / Wurzelkanalbehandlung

"Root canals aren't what they used to be"

Jedes Jahr veranstaltet die American Association of Endodontics (AAE) eine "Root Canal Awareness Week" - frei übersetzt "Woche der Wurzelkanäle". Dabei soll die Aufmerksamkeit auf die Behandlung von Zähnen gelenkt werden, die eine Entzündung des Nerven aufweisen und eine Wurzelkanalbehandlung benötigen.
In Amerika und in vielen anderen Ländern der Welt ist die Wurzelkanalbehandlung oft in Hand von Fachzahnärzten für Endodontie. In Deutschland gibt es diese Fachzahnärzte in diesem Sinne nicht.
Dennoch gibt es Zahnärzte, die durch strukturierte Weiterbildungen, ihr Wissen und Können im Bereich der Endodontie erweitert haben. Die Wurzelkanalbehandlung zählt mit Sicherheit zu den aufwendigeren und komplizierteren Behandlungen in der Zahnheilkunde. Die Qualitätsunterschiede in der Behandlung sind groß. Zudem hat sich in den letzten Jahrzehnten viel getan auf dem Gebiet der Endodontie. "Root canals aren't what they used to be" steht auf der Seite der AAE. Der Einsatz von Vergrößerungshilfen wie Lupenbrillen oder auch Mikroskopen, die Verwendung von Nickel-Titan-Instrumenten, Materialien mit höherer Biokompatibilität, Verwendung von thermoplastischen Wurzelfülltechniken und der Einsatz von unterschiedlichen Ultraschallinstrumenten erhöhen die Erfolgswahrscheinlichkeit der Behandlung. Die Behandlung ist zeitintensiv und mit Kosten verbunden. Es lohnt sich aber um den eigenen Zahn zu kämpfen. Die Kosten für Zahnersatz übersteigen die Kosten der Wurzelkanalbehandlung häufig. Weiterhin ist in vielen Fällen der eigene Zahn besser als jeder Ersatz.

Ganz nach dem Motto „Erhalte deinen Zahn“ oder im Englischen „Saving Teeth“ bieten wir Ihnen die Möglichkeit, die Wurzelkanalbehandlung nach neusten Standards durchzuführen zu lassen. Dr. Sebastian Rang ist zertifiziertes Mitglied der Gesellschaft für Endodontologie und Traumatologie (DGET). Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite der DGET oder auch in englischer Sprache unter www.aae.org.

Quelle: http://www.aae.org/rcaw/
            Bilder

 

September 2014 - Erhalte deinen Zahn

Quelle: www.erhaltedeinenzahn.de

Quelle: www.erhaltedeinenzahn.de

DGET - Endodontologie

Durch die Mitgliedschaft in der deutschen Gesellschaft für Endodontologie und Traumatologie (DGET) und die regelmäßige Fortbildung auf dem Gebiet der Endodontie bin ich mit der Kampagne "Erhalte deinen Zahn" in Berührung gekommen. Wissenschaftlich fundiert werden die Therapieoptionen für Ihren erkrankten Zahn aufgezeigt und beleuchtet. Wenn es um Fragen bezüglich der Wurzelkanalbehandlung, deren Optionen und Traumata geht, werden Sie hier fündig.

"ErhaltedeinenZahn"

SR